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10.04.2007 SENSATION: Peter Käsbauer kommt mit zwei Medaillen heim!!!!
Die erste Ferienwoche war für den PTSV’ler Peter Käsbauer kein Abiturlernen angesagt, die Konzentration galt ganz seinem bisherigen Karrierehöhepunkt, der Badminton - Jugendeuropameisterschaft im saarländischen Völklingen. Käsbauer ging kurzfristig mit wenig Erwartungen und Hoffnungen an den Start, lag er doch die komplette Woche davor krank im Bett und konnte überhaupt nicht trainieren.

Vom 31.März bis 3. April stand die Team-EM an, in der die Deutschen die Hammergruppe erwischten. Im ersten Gruppenspiel zeigte sich die deutsche Mannschaft sichtlich nervös und besiegte den Underdog Estland mit aufwendigem Spiel mit 4:1, Sieggarant mit zwei Siegen Peter Käsbauer. Am Sonntag kam es gleich morgens zum vorentscheidenden Spiel gegen die starken Ukrainer und diesmal waren alle Spieler besser aufgelegt und man konnte ebenso mit 4:1 siegen, wobei das bedeutungslose Mixed mit Käsbauer/ Schmidt, seiner Partnerin aus München, dennoch drei enge Spiele musste und so vielleicht etwas Kraft ließ.

Am Abend kam es dann zum Gruppenendspiel um das Halbfinale gegen den haushohen Favoriten England. Und die Engländer zeigten sich von ihrer allerbesten Seite, schrien die Deutschen förmlich aus der Halle. Auch Peter Käsbauer hatte in seinen zwei Spielen nichts entgegen zu setzen, so dass er mit seinem Team mit 1:4 unterlag. Am darauffolgenden Tag gewann man gegen Tschechien mit 3:1 und im Spiel um Platz Fünf gegen Schottland mit 3:0, so dass das Minimalziel dennoch erreicht wurde. Europameister wurde ausgerechnet England, die nach Deutschland auch noch die Topgesetzten Dänen aus dem Turnier warfen.

Am vergangenen Mittwoch begann dann das Individualturnier. Peter Käsbauer war mit Julia Schmidt im Individualturnier auf Position 7 gesetzt, mit Lukas Schmidt aus Regensburg, letztes Jahr noch am Nachwuchsleistungszentrum in Rosenheim, im Herrendoppel gar auf Position 3. Allerdings klagte er da schon über leichte Konditionsprobleme, die Krankheit sei doch sehr stark gewesen. Im Mixed wie im Doppel überstand er die ersten Runden locker und souverän und stand in beiden Disziplinen im Viertelfinale. Hier war er allerdings nur noch der einzige deutsche Vertreter, alle anderen verloren spätestens im Achtelfinale, das Ziel, zwei Medaillen, hing nun ganz allein an Peter Käsbauer.

Es ging am Karfreitag Abend mit dem Mixed los und es warteten die Dänen Skovgaard/ Larsen, die zwei Runden davor sensationell die Turnierfavoriten nach dem Teamwettbewerb Adcock/ White aus England aus dem Turnier warfen. Trainer Manfred Ernst, der auch bei der EM weilte: „Peter hat in diesem Spiel unglaublich gespielt, mal wieder eine Punktlandung, zum richtigen Zeitpunkt voll da.“ Die beiden Bayern gewannen 21:19 und 21:15 und standen somit im Halbfinale. Im Doppel zwei Stunden später legte er mit souveränem Spiel gegen zwei Überraschungsviertelfinalisten aus Schweden das zweite Halbfinale nach.

Am Samstag im Halbfinale mussten mit den dänischen Meistern Elbjorn/ Bech die nächsten Favoriten dem unaufhaltsamen Weg weichen. Peter und Julia gewannen mit 21:16 im Entscheidungssatz. Im Herrendoppel allerdings reichte es nicht ganz, Kolding/ Conrad, ebenfalls aus Dänemark, zu stark und es blieb bei der dennoch überraschenden Bronzemedaille.

Doch nun war Peter Käsbauer gemeinsam mit Julia Schmidt sogar am Finaltag vertreten. Wieder fanden einige PTSVler, die schon zahlreich beim Mannschaftsturnier vertreten waren, den Weg nach Völklingen, um diese Atmosphäre wirklich live, sie waren auch live im Internet zu sehen, mitzuerleben. Und Peter Käsbauer gab in seinem sechzehnten Spiel gegen Larsen/ Christiansen, wieder aus Dänemark, in 8 Tagen noch einmal alles. Nach verlorenem ersten Satz erkämpfte er in seiner typischen Art wieder jeden Ball und konnte sich, Julia und das Publikum so noch einmal pushen. Doch im Entscheidungssatz hatte der Aufschlagspezialist Christian Larsen einen Lauf und konnte 14 Punkte in Folge machen. Zwar kamen die Deutschen noch einmal leicht ran, doch es reichte letztlich nicht ganz zum Sieg.

Dennoch ist Peter Käsbauer mit seinen zwei gewonnen Medaillen mehr als zufrieden. „Die Stimmung, das Turnier, die Mannschaft, es war einfach ein unvergessliches Turnier im eigenen Land. Sehr professionell alles, es hat viel Spaß gemacht.“ Es war der krönende Abschluss einer sehr erfolgreichen Jugendzeit.

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